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China! Which China?
Fotografien aus Peking und Shanghai 2006

o.T., Peking 2006
Wir alle kennen China aus den Medien - staunen über das Wirtschaftwunderland im Olympiafieber, erschrecken über die aggressive Politik im Tibet-Konflikt und haben Respekt vor der Offenheit im Umgang mit einer unvorstellbaren Naturkatastrophe. Doch eine konkrete Vorstellung von dieser Gesellschaft bleibt uns eher verwehrt.
Die Herausforderung bei der persönlichen Begegnung mit dem Leben in den Städten Peking und Shanghai im Sommer 2006 bestand für mich deshalb gerade darin, die Erfahrung der hochkomplexen, in viele Parallelwelten verschachtelten Megacities in eine persönliche Bildsprache umzusetzen, die das Unbekannte nicht in der Distanz des Exotischen hält, sondern im Fremden die Nähe aufspürt. Diese Städte wirkten auf mich wie eine überdichte Collage aus Zeichen, Körpern und Räumen, eine Art semiotischer Overkill. In meinen Fotografien transformiere ich diese Erfahrung in lesbare Kompositionen, die dabei aber nicht das Chaos verraten, weil sich gerade in diesem die Ambivalenz dieser Kultur widerspiegelt.“

China! Which China? im Haus der Photographie, Deichtorhallen, Hamburg

Publikation China! Which China?
Wolfgang Zurborn, "China! Which China?"
Fotografien aus Peking und Shanghai 2006
Vier Leporellos mit je vier Abbildungen im Format 42 x 31,5 cm
Ein Projekt von Heine/Lenz/Zizka und Schaden.com
Design: Heine/Lenz/Zizka, Frankfurt, Berlin
Verlag: Schaden.com, Köln
ISBN: 3-932187-12-1
Preis: 48.- Euro
Buchedition China! Which China?
Die Edition besteht aus einer Box, die vier Leporellos mit je
vier Abbildungen im Format 42 x 31,5 cm und eine Originalfotografie in
der gleichen Größe beinhaltet. Die beiden hier abgebildeten
Motive stehen zur Auswahl in einer Auflage von je 50 Exemplaren + je 3
AP.
Preis: 350.- Euro
Collectors Edition mit Originalfotografien aller
16 im Leporello abgebideten Motive, Auflage 7 + 3 AP,
Preis: 3500.- Euro

o.T. Shanghai 2006 o.T. Shanghai 2006
Frankfurter
Allgemeine Zeitung vom 28.8.2008

Die Spiele sind vorbei, das Spiel beginnt
China ohne Regieanweisung: Wolfgang Zurborns
hintergründige Fotografien aus Peking und Schanghai
Es ist sehr erholsam, nach all den inszenierten Bildern der Olympischen
Spiele, nach all der arrangierten, retuschierten Wirklichkeit mit Wolfgang
Zurborns anarchistischem Auge auf China zu schauen. Der Zufall führt
Regie, die Botschaft ist verschlüsselt, der Sinn spielt Verstecken,
der Monolith zerfällt in Einzelteile. Es ist weder ein aufdringlicher
Blick hinter die Kulissen noch ein komplizenhafter Schulterschluss mit
den Menschen, die endlich Individuen sein dürfen. Es ist weder die
Wahrheit noch eine Entlarvung, sondern ein hintergründiges Dekonstruieren
der Wirklichkeit. Zurborns großartige Fotografien geben uns Möglichkeiten,
keine Antworten, sie sind Fallgruben für die Wahrnehmung und Ermunterungen
zu Gedankenspielen...
Jakob Strobel y Serra in der FAZ vom 28.8.2008
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