Theaterfotografie

 

Wolfgang Zurborn, Theater der Welt 1981, Stadtinszenierung von
Jérôme Savary "Das Geheimnis der 11 000 Jungfrauen"

Diaschau Theater der Welt



Theater der Welt 1981, Köln

Meine Faszination für das Theater und die Möglichkeit der Fotografie, das Bühnenszenarium in komprimierten Bildern zu verdichten, besteht schon seit den frühen 80er Jahren. Geweckt wurde diese Leidenschaft durch das Festival „Theater der Welt“ 1981 in Köln. Zu dieser Zeit studierte ich noch an der Fachhochschule in Dortmund und pendelte für Wochen zwischen Köln und Dortmund, um eine Dokumentation der Vorbereitungen und der Aufführung der Stadtinszenierung „Das Geheimnis der 11 000 Jungfrauen“ von Jérôme Savary zu erstellen (In Zusammenarbeit mit Uli Sigg, Michael Souvignier und Werner Groneck).



Seit dieser Zeit hat mich die Begeisterung für das Theater nicht mehr verlassen und ich habe für die verschiedensten Theater fotografiert.
Auftraggeber waren u.a. das Theater Bielefeld, das Theater Rampe Stuttgart, Otto Kukla und Crescentia Dünßer mit ihrem Zelt Ensemble Theater und anderen Projekten, das Landestheater Tübingen, das Schlosstheater Moers, das Helios Theater Hamm.
Auf der Website stelle ich einige dieser Projekte mit vielen Bildbeispielen vor

   

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Theater der Welt 1981

 
 

 

   

 

 
 

 


Theater Bielefeld

Theaterproduktionen 1998-2005

 

Was ihr wollt, 2000

 

Diaschau Theater Bielefeld

mit Theaterfotografien u.a. von den Stücken:

Urfaust, Käthchen von Heilbronn, Effi Briest, Lulu, Romeo und Julia,
Sommernachtstraum, Was ihr wollt, Peer Gynt, Rinaldo, Pinocchio
Das Stahlwerk, Quartett,, Wer hat Angst vor Virginia Woolf, Die Katze auf dem heißen Blechdach, Nachtschwärmer, Jeff Koons, Ladies Night, Schiller 200–Fürstengruft, Girlsnightout, Sonja - rote Korallen, Nico – Sphinx aus Eis, Luhmann


Von 1998 bis 2005 fotografierte ich mehr als 100 Produktionen für das Theater Bielefeld. Im Rahmen dieser Auftragsproduktionen konnte ich einen ganz eigenen fotografischen Stil entwickeln, der ein Spannungsfeld zwischen den Schauspielern und dem Bühnenraum herstellt. Erst das Zusammenwirken aller Komponenten einer Produktion vom Spiel der Akteure, der Inszenierung des Raumes, der Ausstattung mit Requisiten, der Lichtdramaturgie schafft die Wirkung, die den Zuschauer in den Bann zieht. Mit oft sehr eigenwilligen Anschnitten bei den Bildkompositionen wird in meinen Theaterfotografien das Geschehen auf der Bühne nicht allein reproduziert, sondern visuell neu interpretiert. Der Reiz der Fotografien besteht gerade darin, nicht zu viele Informationen zu bieten, sondern den Betrachter mit einem fragmentarischen, die Phantasie des Betrachters anregenden Blick, neugierig auf das Theaterstück machen.

Die Intendantin des Theater Bielefeld Regula Gerber schätzte auch meine freien künstlerischen Projekte sehr und ermöglichte es mir, in den Spielzeitheften für das Theater meine Bildideen entfalten zu können.
So konnte ich im Rahmen einer solchen Produktion im Jahr 2002 die Serie "Terra Incognita" realisieren, die ich in vielen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt habe.

Diaschau und Text "Terra Incognita"



Unter dem Titel "Theater_Himmel" veröffentlichte ich im Spielzeitheft des Jahres 2003 Fotografien, die ich im Umfeld des Stadttheaters aufgenommen habe. Ich spiele bei diesen Aufnahmen mit den vielschichtigen Assoziationsmöglichkeiten, die diese Begriffe bieten.

Diaschau Theater_Himmel


In der Serie Spiel_Orte werden die neuen Spielstätten des Theaters mit Projektionen von Fotografien vergangener Produktionen beleuchtet und entwickeln dabei ein komplexes Spiel von Inszenierung und Raum. Die Ebenen von Gegenständlichkeit und Imagination sind kaum mehr zu trennen. Die Bühne befreit sich von ihrer Fixierung an einen Ort. Zu sehen sind diese theatralen Phantasie-Räume Im Spielzeitheft 2004/2005.

Diaschau Spiel_Orte

 

Interieuraufnahmen und Stilleben aus den labyrinthischen Räumen des Schauspielhauses zeigen die Spuren einer 100jährigen Geschichte.
Vierzig vollformatig gedruckte Farbfotografien im Buch zum Jubiläum geben dem Betrachter einen Einblick auch in die Bereiche des Theaters, die ihm sonst verborgen bleiben.

Diaschau: Buch zum 100jährigen Jubiläim des Theater Bielefeld

 

 

Franklin Expedition, 2000

 

 

 

Theater Rampe, Stuttgart

Theaterproduktionen 1992-1998

 

Abendmahl, 1997

 

Diaschau Theater Rampe Stuttgart

mit Theaterfotografien u.a. von den Stücken:

Der tropische Baum , Der Sammler des Schreckens, Oleanna,
Niemandszeit, Lederfresse, Der Nachmittag der Generäle,
Torquato Tasso , Das kunstseidene Mädchen, Vor dem Regen, Abendmahl, Phädra, Ruhestörung, Bolero

 

 

Theater Rampe im Zahnradbahnhof

Daß "Die Rampe" so lange existierte, ist dem zähen Überlebenswillen und profesionellen Durchsetzugsvermögen der Gruppe um die Intendantin
Regula Gerber
zu verdanken. 1984 aus einem losen Zusammenschluß theaterbegeisterter Studenten entstanden, machten schon die ersten, sensationell erfolgreichen Arbeiten klar, daß die hochgesteckten Ansprüche mehr als erfüllt wurden. Das hohe darstellerische Niveau und die experimentelle Ästhetik fanden schnell überregionale Beachtung.

Ihr künstlerisches Anliegen hat die Rampe einmal als die "Auslotung des Spannungsfeldes zwischen der intensiven Auseinandersetzung mit poetischen Texten der Schauspielliteratur und dem Experiment in der theatralischen Umsetzung" beschrieben. Als eigener Stil wurde eine Art phantastischer Realismus entwickelt, in dem sich, psychologisch fein gezeichnet, verschiedene Bedeutungsebenen überlagern. Heute steht das "Theater Rampe im Zahnradbahnhof", dem selbst arrivierte Autoren ihre Uraufführungen anvertrauen, in der ersten Reihe deutscher Avantgardebühnen.

 

 

Torquato Tasso, 1995

 

 

 

Zelt Ensemble Theater

und andere Projekte von Crescentia Dünsser und Otto Kukla

 

Zelt Ensemble Theater  My mother’s courage

 

Diaschau

Mit Fotografien der Theaterproduktionen
von Cescentia Dünsser und Otto Kukla


Zelt Ensemble Theater (Z.E.T.), 1988 - 1993
Armut, Reichtum, Mensch und Tier
Zur schönen Aussicht
My mother’s courage
Ein Stück namens Onkel Wanja

Zimmertheater Tübingen, 1993 – 1999
Der haarige Affe
Woche 10
Philotas
Eine Art Winterreise

Theater Neumarkt Zürich, 1999
Memory




Crescentia Dünsser und Otto Kukla, beide als Regisseure, Schauspieler und Theaterleiter tätig, gründeten 1986 das Zelt Ensemble Theater, das sie bis 1993 leiteten und mit dem sie auf verschiedenen internationalen Festivals vertreten waren. Anschließend übernahmen sie die Leitung des Tübinger Zimmertheaters und weitere drei Jahre später wechselten sie an das Theater Neumarkt in Zürich.

Mit ihren sehr experimentierfreudigen Stücken entwickelten sie neue Erzählformen für das Theater, indem sie sich sehr intensiv mit Installationen und dem Medium Video auseinandersetzen. Sie haben auch keine Berührungsängste mit anderen Kunstformen, beteiligen sich bei Ausstellungsprojekten und wirken bei zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit.

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachtschwärmer, 2000

 

 

 

 

 

 

 

Jeff Koons, 2000

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Phädra, 1998

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Theater Neumarkt Zürich
Memory

 

 

Zimmertheater Tübingen
Eine Art Winterreise